Mit Verwunderung nehme ich bei meinen täglichen Kiez-Spaziergängen seit einigen Monaten einen Paradigmenwechsel in der Berliner Straßenbaupolitik wahr. Es ist das Ergebnis eines schleichenden Prozesses, der zunächst nur leichte Irritationen weckte, aber dann plötzlich basses Erstaunen, da er jetzt, beschleunigt und allerorten präsent, unübersehbar vor Augen tritt:
Ich meine die monatelange und gefühlt unabsehbare, vielleicht sogar finale Absperrung und Einfriedung ganzer Berliner Straßenzüge durch kilometerlanges weiß-rotes Plastik-Gitterwerk, mit dem der Autoverkehr blockiert sowie Radfahrer und Fußgänger an die Seite gedrängt und mit schmalen Durchgängen durch eine Art Mäuselabyrinth gelotst werden.




